Wladimir Lossky

Wladimir Lossky

Wladimir Lossky

René François Guettée (1816–1892) war ein französischer Priester, Kirchenhistoriker und Theologe, der nach langjährigem Studium der Kirchengeschichte und der Kirchenväter zur Orthodoxie fand. Als orthodoxer Priester unter dem Namen Vladimir setzte er seine wissenschaftliche Arbeit fort und wurde zu einem bedeutenden Verteidiger der Orthodoxie.

Wladimir Nikolajewitsch Lossky (1903–1958) war einer der bedeutendsten orthodoxen Theologen des 20. Jahrhunderts. Als russischer Emigrant, der sein wissenschaftliches Leben in Frankreich verbrachte, setzte er sich intensiv mit der westlichen Philosophie, Theologie und Kirchengeschichte auseinander und wurde zu einem wichtigen Vermittler des orthodoxen Glaubens im Westen.

Lossky wurde 1903 in Sankt Petersburg als Sohn des Philosophen Nikolai Lossky geboren. Nach der Emigration seiner Familie im Jahr 1922 studierte er zunächst in Prag und später in Paris mittelalterliche Geschichte und Philosophie. Ende der 1920er Jahre wandte er sich zunehmend der Theologie und dem kirchlichen Leben zu. 1928 schloss er sich der Orthodoxen Bruderschaft des heiligen Patriarchen Photios an und begann, sich aktiv für die Orthodoxie in Frankreich einzusetzen.

Lossky verband eine gründliche Kenntnis der westlichen geistigen Tradition mit einer tiefen Verwurzelung in der Lehre der Kirchenväter. Besonders beschäftigte ihn die Frage, wie die orthodoxe Kirche ihre eigene theologische Stimme gegenüber der westlichen Tradition bewahren und zugleich verständlich machen könne. Seine Vorlesungen und Schriften über die orthodoxe mystische Theologie, die Lehre der Kirchenväter und die Ursachen der Trennung zwischen Ost und West machten ihn zu einem der einflussreichsten orthodoxen Theologen seiner Zeit.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Essay über die mystische Theologie der Ostkirche, Die Bedeutung der Ikonen, gemeinsam mit Leonid Uspenski, sowie seine Dogmatische Theologie. In seinen Schriften stellte Lossky die orthodoxe Theologie konsequent aus der Perspektive der patristischen Tradition dar und betonte die lebendige Erfahrung der Gotteserkenntnis als wesentlichen Bestandteil des kirchlichen Lebens.

Während des Zweiten Weltkriegs schloss sich Lossky der französischen Résistance an, ohne seine theologischen Studien und seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Nach dem Krieg lehrte er am Orthodoxen Theologischen Institut St. Dionysius in Paris und wirkte an verschiedenen theologischen und ökumenischen Initiativen mit. Er starb 1958 in Paris und hinterließ ein Werk, das wesentlich dazu beitrug, die orthodoxe Theologie im westlichen Raum bekannt zu machen.

Der Autor

Wladimir Lossky

Auf orthodoxe-medien.de ist René François Guettée mit zwei seiner bedeutenden Werke vertreten:

Mehr über seinen Lebensweg und sein Wirken erfahren Sie auf deutsch-orthodox.de.